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4. Klasse

Still verharrend kann ich ahnen
stummes Wesen fester Steine,
staunend schau' ich, wie sich Blüten
öffnen sacht im Sonnenscheine,
lächelnd lausche ich den Vögeln,
spür', wie lebensfroh sie singen,
andrer Menschen Freude teil' ich,
seh' ihr Werk ich gut gelingen.
Lauschend, schauend fühle ich
mich liebevoll der Welt verbunden;
ihre Vielfalt froh erlebend
habe ich mich selbst gefunden.
 
Ruth blieb treu bei ihrer Mutter,
zog mit ihr in fremde Gegend,
liebevoll sie stets umsorgend,
unermüdlich stets sich regend.

Auf den Feldern, Schnittern folgend,
las sie Ähren viele Stunden,
dankbar für die Gottesgabe,
bracht' dann heim, was sie gefunden.

Boas sah sie Ähren sammeln,
froh sich beugen ohne Klage -
Aufrecht schritt sie, freudig lächelnd,
ihm zur Seit' am Hochzeitstage!


Feuer lodert, Funken sprühen,
freudig hört den Schmied man singen,
wenn er eine Pflugschar schmiedet:
"Mög' die Arbeit Segen bringen!"

Furch' um Furche dringt die Pflugschar
in die Ackererde ein,
froh erklingt das Lied des Bauern:
"Mög' die Arbeit fruchtbar sein!"

Auf dem Acker wächst Getreide,
golden wogt und rauscht es leise:
"Erdenkraft und Himmelssegen,
Menschen, die sich fleißig regen,
schaffen reiche Erdenspeise!"

 
Festen Schrittes ging der Junge,
ging im Morgensonnenschein,
ging zur Schmiede: "Lieber Meister,
kann ich Lehrling bei Euch sein?"
"Willst du's Schmiedehandwerk lernen,
mußt die Glut du fleißig schüren,
mußt den schweren Schmiedehammer
rasch geschickt und kraftvoll führen.
Lieben mußt du deine Arbeit,
ist sie manchmal dir auch Last,
wachsam lernen, stets erfragen,
was du nicht verstanden hast.
Neues Schritt für Schritt zu üben
darfst du scheuen keine Müh."
"Ja, ich will von ganzem Herzen!"
"Gut - beginn gleich morgen früh!"
 
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